Geschichte von KOSI.MA

Nach der Insolvenz der Aidshilfe Mannheim-Ludwigshafen 2010, übernahm PLUS, die Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V., im Auftrag der Stadt Mannheim zunächst befristet bis Ende 2011 die Beratung, Betreuung und Prävention zu HIV und AIDS mit dem Schwerpunkt im Bereich schwuler Männer und anderer MSM (Männern, die Sex mit Männern haben).

Parallel wurde durch PLUS e.V. im Auftrag der Stadt ein umfassendes Konzept für eine zeitgemäße Präventions- und Beratungsarbeit zu allen sexuell übertragbaren Infektionen erarbeitet.

Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat in seinen Haushaltsplanungen 2012/2013 am 13.12.2011 zusätzliche Gelder für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für sexuelle Gesundheit bereitgestellt. Mit dem Aufbau hat die Stadt Mannheim PLUS e.V. beauftragt.

 

Seit Beginn an ist KOSI.MA Teil des STI & HIV Netzwerk Rhein-Neckar., welches Angebote zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektion vereint und vernetzt.

 

 

Zum Netzwerk gehören außerdem:

AIDS-Hilfe Heidelberg e.V.

AIDS-Hilfe Arbeitskreis Ludwigshafen e.V.

AIDS-STI-Beratung in Gesundheitsamt Landsratsamt Rhein-Neckar-Kreis Heidelberg

Beratungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen / AIDS-Beratung, Fachbereich Gesundheit, Stadt Mannheim

Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis, Abteilung Gesundheit und Verbraucherschutz, Ludwigshafen

AIDS-/STI-Beratung im Gesundheitsamt, Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis Mosbach

AktHiv+ e.V. Verein der Landesweiten Treffen von Menschen mit HIV/AIDS in Baden-Württemberg

AIDS UND KINDER e.V. Baden-Württemberg

Benefiz Rhein-Neckar e.V.

Die Verhütungsexperten, Lebenswandel e.V. Mannheim

PositHIV Wohnen in Heidelberg e.V.

"Mit Sicherheit Verliebt" (MSV) Heidelberg

pro familia Mannheim

pro familia Heidelberg

Drogenverein Mannheim

 

KOSI.MA wirkt außerdem in gemeinsamen Arbeitskreisen des Antidiskriminierungsbüros Mannheim mit. Das adb ist eine von vielen Antidiskriminierungs-beratungsstellen, die Menschen dabei unterstützen, sich gegen erlebte Diskriminierung (z.B. aufgrund der (zugeschriebenen)  Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Lebensalters oder der sexuellen Identität) zu behaupten.

Vergangene Projekte

Mit dem Projekt "Together" schuf KOSI.MA ein neues Angebot für HIV-betroffene Familien mit Migrationshintergrund in Mannheim. Besonders Frauen aus sogenannten Hochprävalenzländern und ihre Kinder sind durch eine HIV-Infektion in der Familie zusätzlich stigmatisiert und verunsichert. Zentrale Anlaufstelle für die medizinische Versorgung aller HIV-exponierten und -infizierten Kinder aus Baden-Württemberg, sowie aus Teilen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist die Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Hier werden ca. 110 HIV-positive Kinder betreut. Die Hälfte dieser Kinder hat mindestens einen afrikanischen Elternteil, 10% einen asiatischen und 10% einen osteuropäischen. Neben den Belastungen durch die Migrationserfahrungen entstehen durch die Ängste der Familien vor Ausgrenzung aufgrund der HIV-Infektion weitere Belastungen. Die möglichen und notwendigen Unterstützungen und Fördermöglichkeiten für die Kinder werden nicht genutzt, die Familien leben in sozialer Isolation.
Das Projekt schuf für die Familien einen Zugang zu Beratung und Unterstützungsangeboten. Für die Familien und vor allem die Mütter wurden Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten geschaffen. Die Mütter wurden darin gestärkt, die Bedürfnisse ihrer Kinder genauer wahrzunehmen, und entwickelten gemeinsam mit der Mitarbeiterin Janine Stitz altersentsprechende und bedürfnisorientierte Angebote für ihre Kinder.

Logo Vielfalt gefällt - 60 Orte der Integration "Together" fand in den Jahren 2013 bis einschließlich 2015 statt. Gefördert wurde das Projekt durch das iniitierte Programm "Vielfallt gefällt! 60 Orte der Integration" der Baden- Württemberg Stiftung und dem Ministerium für Integration.  Das Programm richtete sich an Menschen aller Altersstufen mit und ohne Migrationshintergrund und diente der Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Integrationskonzepte. Es war mit insgesamt 3,5 Mio. Euro ausgestattet.

Hier geht es zum Flyer.