Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

Fast alle Menschen haben irgendwann einmal mit sexuell übertragbaren Infektionen zu tun. Weit verbreitet sind zum Beispiel Herpes, Pilzerkrankungen und Feigwarzen. Aber auch Chlamydien, Tripper und Syphilis kommen heute wieder häufiger vor. Die möglichen Folgen reichen vom symptomlosen Abklingen über lästiges Jucken bis zur lebensbedrohlichen Erkrankung.

Gegen manche Infektionen kann man sich gut schützen, zum Beispiel durch Kondome oder eine Impfung. Alle genannten Krankheiten sind gut behandelbar. Wer Sex mit wechselnden Partner_innen hat, sollte sich darum mindestens einmal im Jahr auf unentdeckte Infektionen untersuchen lassen.

Das gilt besonders für Menschen mit HIV: Einige Krankheiten können bei ihnen einen schwereren Verlauf nehmen. Sexuell übertragbare Infektionen können außerdem das Risiko erhöhen, sich mit HIV zu infizieren, weil Entzündungen dem Virus den Weg in den Körper erleichtern. Wenn HIV-positive Menschen eine weitere sexuell übertragbare Infektion haben, steigt für ihre Partner_innen das Risiko, sich mit HIV zu infizieren.

Wir bieten Tests zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektion zweimal im Monat an. Mehr Informationen zum Checkpoint gibt es hier.

HIV-Selbsttests sind auch in der Apotheke zu erhalten.
Bei Symptomen von HIV oder anderen STI kann sich an eine_n Arzt_Ärztin gewendet werden.

Eine weitere Möglichkeit der Selbsttestung auf HIV und andere STI bietet das Heimtest-Projekt S.A.M. Hier können Tests für zuhause einmalig oder im regelmäßigen Rhythmus bestellt und zur Analyse ans Labor gesendet werden. Eine Beratung zur Erstanwendung bieten mittlerweile Stellen in 12 Städten (eine Liste findet ihr hier.)

Von Selbsttests (außer HIV-Selbsttest) auf Geschlechtskrankheiten, für die im Internet geworben wird, raten wir ab. Sie sind zwar legal, aber oft sehr ungenau. Das heißt: Viele Infektionen werden übersehen, können dann nicht behandelt werden und werden weitergegeben.

Sogenannte "Intimarzt-Apps" können ein erster Schritt sein, wenn man befürchtet, eine sexuell übertragbare Infektion zu haben. Die Apps analysieren z.B. Fotos von betroffenen Hautstellen oder geben Informationen zu den Symptomen verschiedener STI. Eine App kann allerdings nicht die ärztliche Diagnostik oder Beratung durch Fachstellen ersetzen.