Herzlich Willkommen bei KOSI.MA!

KOSI.MA, das Kompetenzzentrum zu sexuell übertragbaren Infektionen in Mannheim ist ein Angebot für alle Bürger_innen, die Fragen haben oder Unterstützung suchen rund um die Themen HIV/Aids sowie andere sexuell übertragbare Infektionen (STI).

Ganz egal welcher sexuellen Orientierung oder Identität Sie sich zugehörig fühlen, Sie sind bei uns willkommen!

Aktuelle Meldungen

Aktions-Aufruf: Für Sichtbarkeit, Akzeptanz und Schutz!

#SichtbarMitPLUS
PLUS und KOSI.MA wollen die Community in Mannheim, Heidelberg und Umgebung mit Pride-Masken zum Schutz vor Covid-19 und zur größeren Sichtbarkeit von lsbttiq Menschen und ihren Unterstützer_innen in der Öffentlichkeit versorgen. Dafür brauchen wir noch ehrenamtliche Helfer_innen! Mehr Infos und den Aufruf zum Teilen findet ihr hier.

ab jetzt: Jugendtelefon von profamilia Heidelberg: Flyer

PLUS schreibt:
Da aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen viele Angebote von PLUS und KOSI.MA nicht stattfinden konnten und können, hat sich das Team überlegt, über einen regelmäßigen Newsletter in Kontakt zu bleiben.
Dieser Newsletter enthält neben neuesten Terminen und Informationen auch Beiträge von Team-Mitgliedern zu Anliegen, Fragen und Diskussionsthemen rund um das Leben von LSBTTIQ. Diese Texte von "PLUS schreibt" sollen zum Nachdenken und Austauschen anregen. PLUS und KOSI.MA freuen sich über Eure Ideen und Kommentare dazu und veröffentlicht Eure Statements gerne im nächsten Newsletter.
Die Texte findet ihr unter Newsletter & PLUS schreibt.

Vergleich Corona- & HIV/AIDS-Krise:
Klemens Kettelhut von der Heidelberger School of Education und Martin Thiele von der Aidshilfe Halle/Sachen-Anhalt Süd diskutieren hier die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem gesellschaftlichen Umgang mit Corona und mit HIV/AIDS in den 80er Jahren und leiten daraus Ideen ab, was wir aus der HIV/AIDS-Krise für die Corona-Pandemie lernen können.

Corona-Maßnahmen:
Als Sicherheitsmaßnahme vor einer schnellen Corona-Ausbreitung sind alle Gruppen und Veranstaltungen von KOSI.MA bis auf weiteres ausgesetzt, dazu gehören auch Treffen der verschiedenen Aktiven.

Wir beraten weiterhin! (Flyer zum (Ver)Teilen!)

Isolation kann sehr belastend für die Gesundheit sein und lsbttiq Menschen, vor allem trans und ace Menschen, sind besonders häufig von Einsamkeit etc. während der momentanen Pandemie und den dazugehörenden Ausgangsbeschränkungen betroffen (siehe Studie der FH Münster und Charité Berlin). Deshalb ist es uns umso wichtiger, weiterhin Beratung und Unterstützung zu HIV, anderen STI und sexueller Gesundheit anbieten zu können.

Beratungen können momentan per Telefon, E-Mail oder Videokonferenz in anspruch genommen werden!!! In den Sprechzeiten sind wir weiterhin erreichbar!

Der Checkpoint am 11.06. fällt aus.
Bezüglich dem nächsten Checkpoint am 24.06. stehen wir mit dem Gesundheitsamt in Kontakt und hoffen, ihn unter verändertem/n Ablauf / Regelungen stattfinden lassen zu können.

HIV-Selbsttests sind weiterhin in der Apotheke zu erhalten.
Bei Symptomen von HIV oder anderen STI kann sich an eine_n Arzt_Ärztin gewendet werden.

Eine weitere Möglichkeit der Selbsttestung auf HIV und andere STI bietet das Heimtest-Projekt S.A.M. Hier können Tests für zuhause einmalig oder im regelmäßigen Rhythmus bestellt und zur Analyse ans Labor gesendet werden. Eine Beratung zur Erstanwendung bieten mittlerweile Stellen in 12 Städten (eine Liste findet ihr hier.)

Von Selbsttests (außer HIV-Selbsttest) auf Geschlechtskrankheiten, für die im Internet geworben wird, raten wir ab. Sie sind zwar legal, aber oft sehr ungenau. Das heißt: Viele Infektionen werden übersehen, können dann nicht behandelt werden und werden weitergegeben.

Wer sich unsicher ist, ob sie_er einem Infektionsrisiko ausgesetzt war, kann sich telefonisch an uns oder die Telefonberatung der Deutschen Aidshilfe wenden.

Unser Büro ist besetzt, wer sich per Mail oder Telefon meldet, bekommt entsprechende Antworten und Rückmeldungen.

Wir wünschen allen eine möglichst gute Gesundheit und hoffen, dass die Maßnahmen helfen.

 

#HIVundArbeit:
Was viele nicht wissen, aber alle wissen sollten: HIV-positiv Sein und Arbeiten?  - ja, das ist möglich! Denn: HIV-positive Menschen sind in der Regel genauso leistungsfähig wie HIV-negative Menschen. Außerdem besteht im Alltag und Berufsleben kein Übertragungsrisiko von HIV. Trotzdem erfahren HIV-positive Arbeitnehmer_innen oder Arbeitsuchende immer noch Diskriminierung seitens Arbeitgeber_innen und Kolleg_innen. Deshalb teilen wir heute am Tag der Arbeit die Aktion „HIV und Arbeit? Na klar!“ der Deutschen Aidshilfe für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung. Ihr seid herzlich eingeladen, Beiträge und Statements auf den verschiedensten Plattformen zu teilen, selbst einzureichen oder eurem Facebook-Profilbild den Rahmen #HIVundArbeit zu verpassen. Links und weitere Informationen findet ihr hier und hier. Informationen für Ratsuchende zu HIV und Arbeit / Diskriminierung gibt es hier.

Heimtest-Projekt S.A.M ausgeweitet:
Das Projekt S.A.M ermöglicht, sich zuhause selbst auf HIV und andere STI zu testen, einmalig oder im regelmäßigen Rhythmus. Stellen, die eine_n zu der Erstanwendung beraten können, sind jetzt in 12 Städten zu finden. Mehr Infos gibt es hier oder hier.

Von anderen Selbsttests (außer HIV-Selbsttest) auf Geschlechtskrankheiten, für die im Internet geworben wird, raten wir ab. Sie sind zwar legal, aber oft sehr ungenau. Das heißt: Viele Infektionen werden übersehen, können dann nicht behandelt werden und werden weitergegeben.

Informations-Broschüre zu SARS-CoV-2 (Corona/Covid-19) und HIV:
Hier findet Ihr eine ausführliche Informationsbroschüre zu HIV und SARS-CoV2 (Corona/Covid-19) zum Download. Die Broschüre wird stetig aktualisiert, wenn es neue Erkenntnisse zum Thema gibt.

Chemsex (Kombination von Sex und Drogenkonsum, Sex unter Drogeneinfluss oder der Konsum von Drogen beim Sex):
KOSI.MA vertritt den Ansatz der akzeptierenden Drogenarbeit.
Die akzeptierende Drogenarbeit betrachtet Drogenkonsum differenziert als bewusste Konsumentscheidung zum Zwecke des Genusses oder der Selbstmedikation, als Lebensstiläußerung, oder auch als Krankheit, für die es angemessene, d. h. bedürfnisorientierte Hilfen und Therapien geben muss. Die Selbstbestimmung der Einzelnen steht dabei im Vordergrund.

Das bedeutet, wir stellen den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Es geht zentral um die Verbesserung der Lebenssituation bei gleichzeitiger Akzeptanz des Drogenkonsums.

Die Berater_innen bei KOSI.MA sind keine medizinischen Fachkräfte bezüglich verschiedener Drogen und deren Aus- und Nebenwirkungen, können aber psychosoziale und sozialrechtliche Unterstützung zum Thema selbstbestimmte Sexualität und Drogengebrauch bieten.

Auch Menschen, die (unter Drogen oder nüchtern) sexualisierte Gewalt erlebt haben (z.B. Nötigung, Missbrauch oder Vergewaltigung), können sich an uns wenden. Die Beratung ist anonym, kostenlos und ohne rechtliche Konsequenzen. Wir handeln nur im Sinne und auf Wusch unserer Klient_innen!!! Wir hören dir zu, helfen die Situation einzuschätzen und finden gemeinsam eine Lösung, die dir hilft!

In der Gewaltambulanz Heidelberg können rund um die Uhr Spuren von Gewalttaten gesichert werden (anonym, auch ohne polizeiliche Anzeige).

Mehr Infos zu Chemsex finden sich zum Beispiel bei der Deutschen Aidshilfe oder bei der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU.

HIV-Selbsttests:
Die HIV-Schnelltests zur Testung zuhause können nun auch online, in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erworben werden. Wichtig: Zwischen möglichem Risikokontakt und Testung müssen mind. 12 Wochen liegen, damit der Test ein aussagekräftiges Ergebnis liefert. Außerdem sollte der Test die CE-Zertifizierung besitzen. Bei einem positiven Testergebnis muss weiterhin ein Bestätigungstest im Labor gemacht werden.

Bei KOSI.MA kann der Test innerhalb der Beratung oder beim Checkpoint (anonym und kostenlos) stattfinden. Hier kann auch geklärt werden, wann und wie oft eine Testung angebracht ist und wie mit einem möglichen positiven Ergebnis umgegangen werden kann.

PrApp-Studie 3. Befragungswelle:
Das Robert-Koch-Institut untersucht die Umstände, unter denen PrEP (nicht) bezogen wird. Eingeladen, an der Studie teilzunehmen, sind alle Menschen, egal ob PrEP-User_in oder noch nicht / nicht / nicht mehr:
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Studien/PrApp-Studie.html

Hinweis zu Gmail- und Googlemail-Adressen:
Bei Gmail- und Googlemail-Adressen landen unsere Emails meist im Spamordner. Das liegt an den Algorithmen der Email-Anbietenden, weshalb wir im Moment nichts daran ändern können. Falls Sie / Du uns also mit einer Gmail- und Googlemail-Adresse kontaktierst, finden Sie / findest Du unsere Antwort vermutlich in deinen Spam-Mails.

 

Aufruf: Wir suchen neue Buddies!
KOSI.MA sucht Verstärkung für das Buddy-Projekt. Wer die Buddies sind, was sie tun und wie Du einer werden könntest, erfährst du hier.

 

Pressemitteilung der bwagnä zur PrEP - September 2019: hier

 

Positiv Arbeiten:
Wir sind dabei, Ihr(e) / dein(e) Unternehmen / Organisation auch?

Gegen Diskriminierung von HIV-positiven Menschen und für ein gutes Miteinander am Arbeitsplatz, können Unternehmen und Organisationen diese Deklaration jetzt unterzeichnen und umsetzen: https://www.aidshilfe.de/positivarbeiten

 

PrEP ist da!:
Ab dem 01. September übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die HIV-Prophylaxe PrEP. Damit ist ein Meilenstein beim Schutz vor HIV und Safer Sex 3.0 erreicht!

Die Kampagne der Deutschen Aidshilfe #PrEPistDa  will Aufklärung und Sichtbarkeit zum Medikament als Verhütungsmöglichkeit schaffen, mehr Informationen gibt es hier

Auch wir informieren und beraten regelmäßig zu PrEP, unter Beratung, Termine und Informationen zu PrEP.

 

Rückblick auf die (Haus)Ärzt_innen-Weiterbildung zum Thema PrEP
- Ein Kommentar von Dr. Ulli Biechele, Tobias Quell und Jörn Valldorf:

Um eine breite Versorgung der PrEP-User im Hinblick auf die baldige Aufnahme der PrEP (Prä-Expositionsprophylaxe) als Kassenleistung zu ermöglichen, konnten wir am 17.07.2019 zusammen mit PD Dr. Roger Vogelmann und der UMM eine Weiterbildung für (Haus)Ärzt_innen zu diesem Thema anbieten.

Neben Ärzt_innen und Medizinstudierenden aus der Region waren auch jeweils ein Reporter der Ärztezeitung und des Mannheimer Morgen anwesend.

Leider enthält der Artikel im Mannheimer Morgen (22.07.2019) einige, aus unserer Sicht, unglückliche Formulierungen und Flüchtigkeitsfehler (z.B. auch bei unserem Namen).

Daher wollen wir dazu folgenden Kommentar abgeben:

1. Bei der HIV-PrEP handelt es sich nicht um ein neues Medikament. Das ursprüngliche Medikament Truvada wird seit über 10 Jahren erfolgreich in der Behandlung von HIV-Infektion eingesetzt.
2. Im Artikel ist mehrmals vom AIDS-Virus die Rede. Das ist schlichtweg falsch. Die richtige Bezeichnung ist HI-Virus. In westlichen Ländern kommt es kaum noch zum Ausbruch von AIDS. Wird eine HIV-Infektion festgestellt, kann mit Medikamenten der Ausbruch der Krankheit verhindert werden.
3. Ein Satz, der beschreibt, dass Jörn Valldorf (Referent, PrEP-Aktivist, Ehrenamtlicher bei KOSI.MA) nichts von Kondomen hält, ist so nie gefallen.
Was aber gesagt wurde, ist einiges zu SaferSex 3.0. Sowohl Jörn als auch KOSI.MA sehen in SaferSex 3.0 eine sinnvolle Erweiterung gegenüber erprobten Methoden. Es gibt jetzt neben dem Kondom und dem Schutz durch Therapie (n=n nicht nachweisbar – nicht infektiös: hier) als dritte Säule die PrEP. Alle diese Methoden funktionieren gleich gut und schützen wirkungsvoll vor einer Ansteckung mit HIV. Welche Methode für welche Person passt, ist dabei eine ganz individuelle Entscheidung.
4. Prostituierte & PrEP als Kondom-Ersatz / Schutz vor Geschlechtskrankheiten: In Deutschland besteht für Sexarbeiter_innen eine gesetzliche Kondompflicht.
5. Bitte nicht vergessen: Das Kondom schützt sehr gut vor HIV, aber nur bedingt vor weiteren Geschlechtskrankheiten. Deswegen regelmäßig checken lassen.
6. Das Verzeichnis von Ärzt_innen und Apotheker_innen, die die PrEP verschreiben bzw. ausgeben, findet sich nicht auf der KOSI.MA-Webpage sondern auf PrEP.jetzt.

Wer sich zum Thema PrEP informieren will, kann das gerne bei uns z.B. am 7. August um 19:00 Uhr bei unserem Vortrag, auf unserer Homepage, auf der Seite der Deutschen Aidshilfe oder hier tun. Ihr könnt Euch auch jederzeit direkt mit Fragen an uns wenden.

 

Neues Programmheft ist erschienen!
Unser Programmheft geben wir zusammen mit unserem Trägerverein PLUS e.V. heraus.

Das neue Heft kann an unseren Info-Ständen oder Räumen in der Max-Joseph-Straße mitgenommen werden.

Digital ist es hier zu lesen.

 

 

 

 

 


Regelungen unserer Hepatitis-Tests geändert:

Ab Oktober werden wir keine Hepatitis B-Tests bzw. Impftiter-Bestimmungen mehr anbieten (Ausnahme: PrEP-Erstuntersuchungen). Wir empfehlen die kostenfreie Möglichkeit, den Impftiter für Hepatitis B beim Fachbereich Gesundheit in Mannheim bestimmen zu lassen. Wer sich nicht sicher ist, kann jederzeit im Impfpass nachschauen oder beim Hausarzt nachfragen, wann die letzte Impfung zu Hepatitis A und B gemacht wurde.

Ebenfalls bieten wir Hepatitis C-Tests nur dann an, wenn ein erhöhtes Infektionsrisiko bestand.

Der HIV-Selbsttest wird frei verkäuflich:

Seit dem 1. Oktober 2018 ist der HIV-Selbsttest in Deutschland frei verkäuflich. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat sich lange für die Einführung des HIV-Selbsttests eingesetzt und begrüßt die Entscheidung von Bundesgesundheitsministerium und Bundesrat. Auch KOSI.MA beteiligt sich mit einem Angebot - wie es genau aussehen wird, erarbeiten wir aber noch. Natürlich halten wir Sie über unsere Webseite und Facebook-Seite auf dem Laufenden. Mehr Infos hier.

refugees welcome!

Unser Trägerverein PLUS e.V. hat zusammen mit uns einen mehrsprachigen Flyer herausgegeben. Er erklärt unsere Angebote kurz und knapp in Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch und Farsi.

Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.